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Warum am Tierversuch festgehalten wird

Tierversuche sind ein Riesengeschäft.

Eine ganze Industrie lebt vom Tierversuch. Züchter, Händler, Futterlieferanten, Hersteller von Käfigen und Zubehör, Wissenschaftler, Institute und vor allem die Pharmaindustrie - sie alle verdienen an Tierversuchen. Allein die deutsche Pharmaindustrie setzte im Jahr 2005 rund 35 Milliarden Euro um - Tendenz steigend.

Hinter dieser "Tierversuchsindustrie" steckt eine ungemein mächtige Lobby. Die Pharmaindustrie hat zwar auch ein gewisses Interesse an tierversuchsfreien Methoden, da diese genauer, schneller und vor allem billiger sind, sie setzen diese Verfahren jedoch oft nur in der ersten Phase der Arzneimittelentwicklung ein.

Der Tierversuch in den weiteren Phasen wird gebraucht, um sich vor möglichen Regressansprüchen schützen zu können, wenn später bei einem Medikament Probleme auftauchen. Der Tierversuch ist auch wegen seiner Flexibilität bei Pharmaindustrie, Wissenschaft und Behörden beliebt. Mit ihm kann so gut wie alles bewiesen oder wiederlegt werden. Tierversuchsergebnisse können ganz nach Belieben des Auftraggebers ausfallen.

Ein neues, gut wirksames Medikament wird als Erfolg für den Tierversuch verbucht.
Zeigt es jedoch schwere Nebenwirkungen, werden die Tierversuchsergebnisse angezweifelt. Außerdem schreiben eine Reihe von gesetzlichen Bestimmungen Tierversuche vor. Langwierige Anerkennungsverfahren für tierversuchsfreie Testmethoden und träge Behörden sind hier der Grund für die Beibehaltung des Tierversuchs.

Umfassende Informationen erhalten Sie
www.aerzte-gegen-tierversuche.de/content/docs/pdf/de/tod_im_labor.pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Letzte Aktualisierung am 04.06.2009