Etwa 39 Prozent der Versuchstiere werden in der pharmazeutischen, chemischen
und kosmetischen Industrie verwendet.
Nicht nur neue Medikamente werden an Tieren erprobt, sondern auch
Chemikalien, Wasch- und Putzmittel, Suchtmittel, Krankheitserreger,
Lebensmittel, Gase, Säuren, Schmiermittel usw.
Alles, was in irgendeiner Form mit dem Menschen in Berührung kommt, wird
zuvor in Tierexperimenten auf mögliche schädigende Wirkungen getestet. Obwohl
Tierversuche für Kosmetika in Deutschland verboten sind, müssen immer noch
unzählige Tiere für Lippenstift und Hautcreme leiden und sterben.
Die Firmen testen die Rohstoffe der Kosmetika einfach als "Chemikalien" oder
verlagern die Tierversuche ins Ausland. Die tiergetesteten Produkte werden dann
auch bei uns vermarktet.
Tierversuche im Bereich der Produkttestung sollen den Menschen vor
schädlichen Wirkungen dieser Stoffe schützen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass
diese "Unbedenklichkeitsprüfungen" nicht die versprochene Sicherheit für den
Verbraucher bieten.
Immer wieder werden Medikamente und andere Produkte vom Markt genommen, die
beim Menschen schädliche, oft sogar tödliche Wirkungen zeigen. Allerdings werden
nur wenige dieser Zwischenfälle aufgedeckt.
Die Vielzahl der Einflüsse, denen der Mensch ausgesetzt ist, erschweren die
Indentifikation einer schädigenden Substanz enorm. Diese Einflüsse sowie
Wechselwirkungen der verschiedensten Stoffe des täglichen Lebens können in
keinem Tierversuch berücksichtigt werden.
http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de