Gründe gegen Tierversuche
Es gibt viele Gründe, warum Ärzte gegen Tierversuche in Deutschland ebenso
wie die entsprechenden Vereinigungen in England, Amerika, der Schweiz, in
Griechenland, Italien, Israel und Frankreich Tierversuche
ablehnen.
Aus ethischen, moralischen,
vor allem aber aus
medizinisch-wissenschaftlichen Gründen, da Tierversuche keine
sicherheitsgewährenden Rückschlüsse auf die Humanmedizin erlauben und sowohl
Ärzten, als auch Patienten lediglich eine trügerische Sicherheit vorgaukeln, die
es gar nicht geben kann.
Zwischen Mensch und Tier
bestehen
derart gravierende Unterschiede, vor allem anatomisch und in vielfacher Weise
auch physiologisch, also bezüglich normaler Lebensvorgänge, dass Ergebnisse aus
Tierversuchen irreführend sind und für den Menschen ein unkalkulierbares Risiko
darstellen. Ein Beweis hierfür sind die unzähligen Arzneimittel- und
Impfkatastrophen, Schäden also, die aus dem Tierversuch nicht ersichtlich und
für den Menschen oft genug tödlich sind. Interessant in diesem Zusammenhang ist
eine Auflistung des Klinikum Großhadern in München, die besagt, dass
*
61 % aller Missgeburten, * 88 % aller Totgeburten, * 6 % aller Krankheiten
mit Todesfolge und * 25 % aller Krankheiten
auf
Arzneimittelschäden zurückzuführen sind. Es ist höchste Zeit, dass unsere
Wissenschaftler zur Einsicht kommen, dass Katastrophen wie die grauenvollen
Entstellungen nach Contergan und - fast noch schlimmer - nach Roaccutane, einem
Medikament gegen Akne, sowie lebenslanges Siechtum und Todesfälle nach
Arzneimitteln doch wohl genügen müssten, von der irrigen Vorstellung abzugehen,
dass Tiere stellvertretende Modelle für den Menschen sein können. Wenn es eine
einzige Vergleichbarkeit zwischen Mensch und Tier gibt, dann die
der
Leidensfähigkeit beider.
Der menschliche Organismus reagiert nun
einmal nicht wie das Tier. Nicht einmal Menschen reagieren gleich auf ein und
dasselbe Medikament. Eine am Versuchstier geprüfte und als gut verträglich
ausgewiesene Substanz kann sich dennoch für den Menschen, aber auch für Tiere
einer anderen Spezies unvorhersehbar als giftig erweisen. Beispiele gibt es
genug. Kleinste Mengen von Arsen sind für den Menschen tödlich, Schafe dagegen
vertragen große Mengen. Ein Fliegenpilz kann eine ganze Familie auslöschen,
Kaninchen verzehren ihn unbeschadet. Penicillin, aus der Humanmedizin nicht mehr
wegzudenken, tötet Meerschweinchen und andere Nager.
Tödliche Schäden
durch Tierversuchs-Medikamente
Wir alle wissen, dass eine Krankheit
aus körperlichen, psychischen und sozialen Komponenten besteht, und die engen
Zusammenhänge dieser drei Faktoren bei psychosomatischen Erkrankungen können im
Tierversuch niemals erkannt werden. Wenn der stets behauptete Nutzen und eine
Absicherung für den Menschen wirklich gegeben wären, wie uns die
Experimentatoren einzureden bemüht sind, warum mussten dann in den letzten
Jahrzehnten unzählige Arzneimittel wegen zum Teil tödlicher Schäden wieder vom
Markt genommen werden? Und warum sterben dann jährlich mehr als 16.000 Menschen
allein in der Bundesrepublik an den Nebenwirkungen tierversuchserprobter
Medikamente? »Vom Markt genommen« - das hört sich so beruhigend an! Wer aber
denkt dabei an die Abermillionen vergeblicher Tieropfer? Nicht die bisherigen
Erfolge in der Medizin werden von uns in Abrede gestellt, sondern die Behauptung
der Vivisektoren, dass diese Erfolge auf Tierversuche zurückzuführen seien. So
wird zum Beispiel an erster Stelle immer Penicillin genannt, dann folgen
Insulin, Luminal, Aspirin, Herzschrittmacher, künstliche Herzklappen,
Herzkatheter, Nierensteinzertrümmerer und auch Medikamente gegen
AIDS.
* Penicillin ist eine reine Zufallsentdeckung von Sir Alexander
Fleming. * Der Herzkatheter wurde von dem Nobelpreisträger Professor
Forssmann im Selbstversuch eingeführt. * Der Herzschrittmacher wurde von
Professor Senning ohne vorherige Tierversuche direkt am Menschen
implantiert. * Luminal bei Epilepsie und das altbewährte Aspirin entstanden
ebenfalls ohne Tierversuche.
Unwissenheit über die Anfänge solch
epochaler Errungenschaften traue ich den Experimentatoren nicht zu. Was ich
ihnen aber zutraue, ist die bewusste Irreführung der Bevölkerung, um
Tierversuche in einem Erfolgslicht erscheinen zu lassen, das ihnen gar nicht
zukommt. In Deutschland sind 60.000 Medikamentenformen auf dem Markt, dabei
hält die Weltgesundheitsorganisation lediglich 325 für unerlässlich. Aus reinen
wirtschaftlichen Gründen wird die Zahl nahezu identischer Präparate profitgierig
in die Höhe getrieben. Hans Wohlschläger, Verfasser des Buches »Tiere sehen dich
an«, sagt zurecht: »Im selben Maße, wie die Zahl der Arzneimittel zunimmt, nimmt
unsere Gesundheit ab.« Die Pharmaindustrie verzeichnet allein in der EU einen
Jahresumsatz von 133 Milliarden Euro.
Das Interesse der
Pharmaindustrie
ist es, möglichst große Gewinne zu erzielen. Um
dieses Ziel zu erreichen, bringt diese ständig neue Medikamente auf den Markt,
die nicht nur nicht neu sind und auch niemandem wirklich helfen (außer der
Pharmaindustrie selbst), sondern oftmals sogar schädlich. Die Profitgier der
Pharmaindustrie wird nicht nur auf dem Rücken von zahllosen Tieren und
letztendlich auch Patienten ausgetragen.
Forschung ohne
Zielvorstellung
Die wohl grausamsten Tierversuche werden in der so
genannten Grundlagenforschung durchgeführt, und hier ist die Zahl der
Versuchstiere extrem hoch. Was ist Grundlagenforschung? Das ist eine Forschung
ohne konkreten medizinischen Prüfanlass, das heißt ohne genaue Zielvorstellung
des betreffenden Experimentators, lediglich mit der Aussicht auf eine spätere
Anwendbarkeit. Wenn eine Vivisektor seinen Versuchsantrag hochwissenschaftlich
verbrämt darlegt und - was in keinem Antrag fehlt - damit Heilungsmöglichkeiten
von Krebs, Alzheimer, Parkinson oder Multipler Sklerose in Aussicht stellt und
nicht versäumt, publikumswirksam Kinderschicksale einzuflechten, dann kann er
sicher sein, seinen Tierversuch genehmigt zu bekommen und hohe Summen an
Forschungsgeldern zu erhalten. Da viele menschliche Krankheiten beim Tier gar
nicht vorkommen, schafft man sich so genannte Tiermodelle, indem man die Tiere
chirurgisch, gentechnisch oder durch Giftsubstanzen schädigt, bis entsprechend
gewünschte Krankheitssymptome auftreten, z.B. Elektroschocks, um epileptische
Anfälle auszulösen, Einspritzen von Entzündung auslösenden Bakterien in gesunde
Gelenke oder Implantieren von Krebszellen in verschiedene Organe. Völlig
ignoriert wird bei solchen Experimenten, dass fast alle menschlichen
Erkrankungen multifaktoriell bedingt sind, das heißt dass erst das
Zusammentreffen mehrerer Einflüsse beim Menschen zum Entstehen einer Krankheit
führt. Insofern ist eine künstlich erzeugte Krankheit beim Tier niemals
identisch mit der entsprechenden Erkrankung des Menschen.
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