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Rituelle Massenexekution von Tieren

Die Testsubstanz wird in das Futter oder Wasser der Versuchstiere gemischt oder die Tiere werden gezwungen einen Schlauch zu schlucken, durch den die Substanz direkt in den Magen verabreicht wird.

Je nach Stoff und Dosierung leiden die Tiere an Durchfall, Erbrechen, Krämpfen, Magengeschwüren, Atemproblemen, Lungen- Nieren-, Milz- oder Herzschäden.

Die Konzentration der verabreichten Chemikalien ist oft erheblich höher, als die Dosierung, denen Menschen ausgesetzt sind, mitunter sogar eine Million mal höher.

Der Beobachtungszeitraum kann Tage, Wochen oder Monate andauern. Tiere, die während dieser Zeit nicht an der Vergiftung sterben, werden am Ende der Experimente getötet und obduziert.

Bei dem so genannten LD50-Test wird diejenige Menge einer Substanz ermittelt, bei der genau die Hälfte der Tiere stirbt. (LD50 = tödliche Dosis bei 50% der Tiere). Im Jahr 1995 wurde dieser Test in Deutschland durch den approximativen LD50-Test abgelöst, der aber auf dem gleichen Prinzip beruht, nur dass etwas weniger Tiere vergiftet werden, da nicht die exakte, sondern nur die ungefähre Dosis ermittelt wird, bei der die Hälfte der Tiere stirbt.

Der weltweit anerkannte, inzwischen verstorbene Toxikologe Professor Zbinden bezeichnete den LD50-Test als "eine rituelle Massenexekution von Tieren".

Dieser Test wurde vor mehr als 80 Jahren "erfunden" und, obwohl seine Aussagekraft auch in Fachkreisen äußerst umstritten ist, gilt er weltweit immer noch als Standardmethode.

 

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Letzte Aktualisierung am 04.06.2009